Zentralarchiv zur Erforschung der Geschichte der Juden in Deutschland:
Bestände:

Personenstandsregister

Vor Einführung der Standesämter 1876 wurden Geburten, Eheschließungen und Sterbefälle von Juden in den meisten deutschen Ländern bereits seit Anfang des 19. Jh. auf staatliche Weisung registriert, wobei die Aufzeichnung zum Teil den Kirchen, zum Teil den Bürgermeistern übertragen wurde, nur selten den Jüdischen Gemeinden selbst. Umfangreiche Bestände derartiger Register befinden sich heute in den staatlichen und kirchlichen Archiven. Andererseits sind zahlreiche auf Juden bezogene Register in der NS-Zeit vom Reichssippenamt eingezogen und in den letzten Kriegsjahren durch die Firma Gatermann verfilmt worden. Die Originale der verfilmten Register sind seit Kriegsende nicht mehr aufgetaucht, es gibt davon nur noch die Filmkopien. Einige der bei jüdischen Einrichtungen verbliebenen Register oder auch Filme sind inzwischen dem Heidelberger Zentralarchiv übergeben worden. Die Sammlungen sind nicht immer ganz homogen, manchmal enthalten sie auch andere personenbezogene Unterlagen wie z.B. Friedhofsbücher, Kennkarten aus der NS-Zeit oder in geringem Umfang auch rein historische Dokumente.


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